Phoropter, Öl auf Lw, 1x1m
zur Übersicht  In meiner Malerei summiere ich Blicke. Jeder Blick kann jeweils nur einen kleinen Bereich erfassen, der als scharf empfunden wird. Dies liegt biologisch bedingt an der Zahl von Sehsinneszellen. Die sind nur im eng umgrenzten Bereich des Gelben Flecks der Netzhaut in so hoher Zahl vorhanden, dass nur hier scharfes Sehen möglich ist.
Während Blicke mit dem engen Bereich des scharfen Sehens eine Situation beobachtend abtasten, verstreicht Zeit. Die Position des Betrachters verändert sich. Die beobachtete Situation verändert sich. So gelangt mit der Summierung mehrerer Blicke Zeit in meine Bilder.

Ich hatte bemerkt, dass mir Lesen immer schwerer fiel (s. Bild Strandkorb). Nach der Terminvereinbarung mit einer Augenarztpraxis fiel mir auf, dass die zu erwartende Untersuchungssituation voraussichtlich besonders gut zu meiner Malweise passen würde. Schließlich würde es um den Sehvorgang gehen. Was aber, wenn keine Zeit für mein Anliegen sein würde? Ich besorgte mir deshalb einen weiteren Termin in einer weiteren Praxis.
Hier sehen Sie das Ergebnis nach dem ersten Arztbesuch. Nach Erläuterung meiner Malweise bat ich den Arzt um eine typische Handbewegung und um Fotos von seiner Untersuchung meiner Augen. So entstanden Vorlagen, die die Blicke des Augenarztes zeigen, wie er mich untersucht.
Ich hatte extra ein klein kariertes Hemd angezogen um beim späteren Bildbetrachter genaues Hinschauen zu erreichen
Das Untersuchungsgerät ist ein "Phoropter", daher der Titel.
vor Phoropter
Öl auf Leinwand
1 x 1 m
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