Phoropter 2, Öl auf Lw, 1x1m zur Übersicht  In meiner Malerei summiere ich Blicke. Jeder Blick kann jeweils nur einen kleinen Bereich erfassen, der als scharf empfunden wird. Dies liegt biologisch bedingt an der Zahl von Sehsinneszellen. Die sind nur im eng umgrenzten Bereich des Gelben Flecks der Netzhaut in so hoher Zahl vorhanden, dass nur hier scharfes Sehen möglich ist.
Während Blicke mit dem engen Bereich des scharfen Sehens eine Situation beobachtend abtasten, verstreicht Zeit. Die Position des Betrachters verändert sich. Die beobachtete Situation verändert sich. So gelangt mit der Summierung mehrerer Blicke Zeit in meine Bilder.

Der erste Augenarzt war nach Erläuterung meiner Momente-Malweise bereit gewesen, mich  im Sinne mehrerer Blicke mehrmals zu fotografieren (s. Phoropter). Ich hatte noch den weiteren Augenarzttermin bei einem anderen Augenarzt. Ich entschloss mich, meine Malweise erneut zu erläutern und erneut um Fotos von mir während der Untersuchung meiner Augen im Sinne der Momente-Interpretation zu bitten. Auch ihn bat ich um eine typische Handbewegung. Auch dieser Augenarzt fotografierte mich entsprechend. Wieder hatte ich extra das klein karierte Hemd angezogen.
Im Unterschied zum Bild Phoropter ist hier die größere Distanz des Betrachters zu mir erkennbar. Dafür ist ein größeres Umfeld sichtbar.
vor Phoropter 2
Öl auf Leinwand
1 x 1 m
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